Samstag, 4. Juli 2015

Gegenwart+ Vergangenheit

In der Gegenwart basteln wir immer auch an der Vergangenheit. Die Geschichtsbuecher verraten unser erworbenes Wissen, unsere Sicht und den Standpunkt, den wir einnehmen.
Anfangs Juni 2015 beendete ich das Buch von Joerg Lauster: "Die Verzauberung der Welt".
Eine interessante Kulturgeschichte des Christentums (C.H.Beck 2014 / 735 Seiten).
cf. Rezension in www.vic-hs-leu.blogspot.com 
Dieser Einblick in die vom Christentum inspirierten Kunstwerke im Verlauf von 2000 Jahren
zeigt eine dynamische transformierende Kraft. 
Anfangs Juli 2015 beendete ich das neueste Buch von Marion Wallace: "Die Geschichte Namibias" (von den Anfaengen bis 1990 / Independence). (Basler Afrika Bibliographien 2015) Das letzte Geschichtsbuch war jenes von H. Vedder, das schon 1934 vorlag und in vielem nun als ueberholt gilt. Fuer mich war der Vergleich spannend - und gemaess dem Motto "Geschichte ist ein oeffentliches Gut" beginne ich mir ein eigenes Geschichtsbild zu machen.

Inzwischen hat Shiwa (sie ging in den Norden zurueck) und Sondaha (sie ging ins Internat der Sek. Schule) unsere WG verlassen und Ms. Veronika (26 jaehrig) ist bald eingelebt. Sie studiert in Otjiwarongo "Travel- und Tourism-Management". Wir sind gespannt, wie sie unsere WG bereichern wird. 

Damit unsere Uhren mit den kosmischen Raumrotationen genau uebereinstimmen wurde uns allen (den Erdenbewohnern) am 30.06.2015/23h59.59 eine Sekunde geschenkt. Diese Sekunde erinnert daran, dass eigentlich alle Zeit geschenkt ist. 

Amerika laesst wieder mal aufhorchen:
a) die Obamacare wurde vom Hoechsten Gericht bestaetigt; nun geniessen alle Amerikaner eine Krankenkasse.
b) Die Homo-Ehe ist in allen Staaten Amerikas nun gesetzlich fuer alle erlaubt. Viele feiern 
damit einen grossen Fortschritt zur Rechtsgleicheit. Der Streit um die Macht der Deutungs-
Hoheit uber unsere Realitaeten nimmt zu.
c) Die Mindestloehne werden in ganz Amerika angehoben.
Wann wird diese Erneuerungswelle Europa erreichen, wann Namibia? Wir hier warten aktiv for allem auf BIG (ein freies Grundeinkommen fuer alle).

In der ersten Juli-woche - so hab' ich's mir angewoehnt - mach ich in der Buchfuehrung und in der Corr so eine Art Halbjahresbilanz. Das gibt mir die Chance in der 2. Haelfte des Jahres die Fehler der ersten Haelfte zu korrigieren, die Unterlassungen nachzuholen und die Erfolge zu konsolidieren.

Donnerstag, 25. Juni 2015

UMSTELLUNGEN: auf dass es anders, besser werde...

Die Umstellung im Computer von XP zu Window 7 durch einen IT Experten verkam zu einem Flick-werk. Das Mail-System streikt sogar, das Adressbuch hat sich abgemeldet,
die Storing-raeume  versteckt etc... Wir geben uns stundenweise Muehe; noch blueht die Hoffnung, eines Tages wird Window 7 wunschgemaess reagieren...

Am Vatertag (21.06.15) hab' ich insistiert, dass "Vater" nicht nur ein biologischer Begriff 
sein darf sondern auch ein spiritueller [sonst muesste ich als "Father Hans (wie mich hier die meisten anreden) und der Heilige Vater und gar Gott-Vater auf diesen Titel verzichten (was ich fuer mich begruessen wuerde]. Aber der Schatten des alttestamentlichen und europaeischen Patriarchats dunkelt ihn noch immer. Die Aussage "Gott ist Vater" grenzt 
aus (zB "Mutter" etc...), verweist darauf, dass alle Gottestitel kulturbedingt verliehen wurden und verraet, dass die Kirche ueber Gott viel zu viel weiss.

Die NAPeCAs-Board-Session 36 vom Samstag (20.06.15) spiegelt die momentanen APC-
Fragen, Probleme, recht gut. Die leitenden Teams (in Tsumeb + Otshi) arbeiten fuer den Board sorgenlos. Aber der Marimba-Business-Trend war eingeschlafen; wer weckt ihn auf?
Der Finanzreport 14/15 hinkt noch und die vorgesehenen dringenden Gespraeche betreffs "Finanzierung ab 2016..." haben noch keine Konturen angeommen. Der Wunsch auf den Grundstuecken 1512 + 39 in Tsumeb Wohnungen zu bauen sowohl fuer unser Personal 
als auch fuer Vermietung (Einnahmen) wurde konkretisiert (loan-Verhandlungen, Baufirma, Bauplaene, Baugesuch). Auch die Vorbereitung fuer eine APC-Schweiz-Oesterreich- Marimba + Tour schleicht weiter.
Die Musikwoche in Swakop (Dec 2015), die AGA (09.08.15) und der Strateg. Workshop 
(27.11.15) kamen ins Visier. Sobald der E-Mail wieder dient, werden wir die Reports versenden und in die Bolgs stellen [ ! www.n-apc-as.org].

In Namibia gibt es eine Winterdepression - fuer CHer eher eine Hitze-laehmung im Sommer
(Oct - April). Die Duerre aber beschaeftigt uns alle; aehnlich wie die Korruption, die Nach- laessigkeiten im Gesundheitswesen und die Morde im Verkehr und in den Beziehungen.
Aber eben: zur Fuelle des Lebens gehoert auch die Fuelle der Erfahrungen. Die erlebten
Erfahrungen werden aber fuer das Leben nur fruchtbar, wenn sie aufgearbeitet werden -
und dazu wissen wir uns alle auf Freunde angewiesen.


Freitag, 19. Juni 2015

Laudato Si - praise to you my Lord

"Gelobt sei der Herrgott als der staunenswert Schoepfer von Himmel und Erde"
so etwa singt Franz von Assisi.
Unser Papst Fancis folgt ihm - aber er dichtet kein Lied sondern veroeffentlicht 
am 18.Juni 2015 ein mit grosser Spannung erwartetes Welt-Rund-Schreiben.

Als Katholik fuehle ich mich verpflichtet es zu lesen. 
Als Priester und Theologe ist es gar meine Pflicht diese offizielle kirchliche
Verlautbarung zu studieren. Denn ich sollte ja verstehen, was die Kirche lehrt,
sollte es kritisch bewerten - und an die Glaeubigen weitergeben.
Ich werde mich im Internet informieren lassen
und dann die Enzyklika in Deutsch und English studieren;
ich bin gespannt, wann dieses Weltrundschreiben in Afrikaans herauskommt.

Das Weltrundschreiben, das alle Menschen ansprechen moechte, handelt von 
"Der Sorge um unseren gemeinsamen Gutshof". 
Care for or our common home: den Planeten Erde.
Ein erst-ausgewaehltes Zitat (in eigener Uebersetzung):
"Das ganze materielle Universum spricht von der Liebe Gottes,
von seiner grenzenlosen Liebe zu uns:
Erde, Wasser, Berge - alles ist wie eine zaertliche Geste Gottes."

Das Weltrundschreiben wird in Englich als "the Environment Encyclical" gelobt -
wie soll ich das auf Deutsch uebersetzen?
Mein Vorschlag: "Ein Weltrundschreiben betreffs unserer Mitwelt."
[Es scheint, dass es um mehr geht als nur um das, was wir Umwelt nennen.
Der Papst ortet unter den Menschen einen spirituellen Bankrott,
der ganzheitlich zerstoerend wirkt - auf die Menschen und auf die Natur.]
Darum fordert der Papst eine kulturelle Revolution im Bewusstsein, 
dass wir alle auf die Natur und auf die Mitmenschen angewiesen sind.

"Viele Dinge haben ihre Laufrichtung zu aendern,
aber es sind vor allem wir Menschen, die sich aendern muessen."
[und ich denke dabei vor allem auch an unsere christlichen Gemeinschaften,
die Kirchen von oben bis unten, um Gott im "way of life" zu loben].




Mittwoch, 10. Juni 2015

76

76 ist auch fuer den Herrgott ein wirkliches Alter - und darum hat ER seiner Kirche den Rat gegeben: von allen im Priester-Amt ab 76 eine Verzichts-Erklaerung zu er- warten. So wird die Kirche jung erhalten! Wie immer gilt sowas nicht fuer den Papst, der ist ja ueber allen Rechten... aber immerhin Abdankung ist nun moeglich.
Ich selber bin schon seit 2008 ab-gedankt; also "amts-frei" - und alles was ich noch tue ist doppelt "frei-willig".
Wer f sagt muss auch w einhalten... und schlussendlich
sind viele Alters-Erfahrungen goldig aufschlussreich.
Mit diesem heutigen Blog danke ich allen, die mich auf dem Lebensweg animiert haben. "Animieren" heisst fuer mich: beleben + beseelen. Da ist mir VIEL von VIELEN zugut gekommen. Einen grossen Dank auch besonders an die Blog-Leserinnen + Leser; ihr Interesse freut und ehrt mich. [Uebrigens: wer sich beim Blog anmeldet, erhaelt die Blog-Ausgaben  stets als E-Mail. Comfortable... ]
Letzthin kam mir folgendes Bild fuer mein Leben in den Sinn:
Angenommen Du bist in Luzern geboren, dann ist das verkehrsreiche Hafenbecken Deine familiaere Kinderzeit. Der wellige 4Wald-see der Auf- und Ab-Raum Deiner Ausfluege: sei es in die Jungwacht, in die Schule (+Gymy), in die Pax Christi, ins Priesterseminar (Chur + Mailand), ins Interfac, ins Vikariat. Dann anderseits an
die UNI-ZH (Psycho), in die Katechese (HGU), ans Theresianum (Relig.Paeda), und wieder ein anderer Arm:
in die Bulei (JW + BR) mit Friedensdorf etc... in den SVKT mit Spielbus und Geistl. Vortraegen, in die Ministranten- arbeit etc... und in die internationale Fimcap mit inter-essanten Weltreisen).  Der Brunnen-Ruetli-turn ins Foehnland ist dann wie der Namibia-Einstieg...  und Fluelen spielt ab 65/75 das Abgeben vom Risiko der verantwortungsvollen Entscheidungen. Endlich darf man auch oeffentlich zugeben, dass man ja gar nicht so wichtig sei. Nun geht's durch die Kehrtunnel hinauf ins hohe Alter, wie ein Lebens-fluss-Widerstand (gegen die Reuss) um die Alpenweiden zu geniessen. Goeschenen markiert den Tod, den Eingang ins Dunkel, fuer die einen das Lebens-Ende, fuer andere der Uebergang ins Sonnenland: Wo die Sonne nicht untergeht, wo der Schatten kuehlt; wo der Fluss nicht ueber-fliesst, wo das Leben in Fuelle genossen wird.
Eine Vorahnung was "Leben in Fuelle" sein kann, brachte uns bereits das irdische Leben: All die Freuden (gross + klein) all das Versagen und die Probleme (einfach oder kompliziert) all die vielen Bekanntschaften, persoenlichen goldigen Begegnungen, vor allem aber die Freundschaften; die Diamanten des Lebens.

Dienstag, 2. Juni 2015

Winter-Einbruch

Pfingsten: Obwohl wir glauben Gott sei ein unauslotbares Geheimnis, so meinen wir doch auch: Gott habe einen Willen, eine Absicht. Diese "INTENTION Gottes"
personifiziert (nennen wir in der Sprache der Theologie) Heiliger Geist.

Vom 27.-30.05.2015 war ich auf APC-Supervision in Otshikuku und Tsumeb.
APC ist wirklich ein dynamisches Unternehmen. Ein guter Teil der Dynamik entsteht durch die vielen persoenlichen Probleme, die unsere Lehrer meistern sollten. Ihr Problem ist nicht das APC oder das Spielen im APC sondern ihre Persoenlichkeit, ihre Family, ihre Situation - und hier liegt auch ihr Versagen. Das Leben ueber-fordert sie; das APC wird zur hilfreichen Zuflucht.

Inzwischen haben APC-Fans in der CH am 20.05.2015 den Verein "Freundeskreis
der APC's Namibia" gegruendet (VFAPCN). Ich bin heilfroh, dass bald mein Privat-konto bei der UKB nicht mehr als APC-Sponsorenkonto dienen muss (spaeter mehr)

Die Kirche in Okakarara ist der Hl. Dreifaltigkeit gewidmet. Dieses christliche Geheimnis anschaulich zu machen ist nicht leicht. Aber die Drei-Einheit: DASEIN -
INTENTION -TAT haben sie in mehreren Beispielen begriffen: 1.) Ich bin nun mal da in der Messe. 2.) Ich habe die Intention Gott zu danken. 3.) Darum singe ich nun tat-saechlich mit. oder: 1. Ich bin in der Schule. 2.) Ich habe die Intention etwas zu lernen. 3.) darum uebe ich nun tatsaechlich das Lesen. oder: Die Mutter liebt ihre Kinder und geht ans Tagewerk (inkarnierte Drei-Einheit).

Gestern war ein "blauer Montag". Um 03h30 ging im Haus der Alarm los und die Electrizitaet fiel aus. Es war schon "spaetherbstlich" warm und frisch als um 09h
die Meldung kam: irgend in einem Stromverteiler gab's eine Explosion. Das Stadt-
leben ist halb gelaehmt; keine Computer, keine Kasse... um 17h ging das Licht an.

Heute ist ein besonderer Tag weil der Winter das Szepter uebernommen hat.
Um 07h Morgens + 5 grad C und die Luft undurchsichtig weiss, nebelig (kaum 7m Sicht) als ob die Wolken in Otjiwa gelandet waeren. Im Haus 17 grad. Um 09h haben sich dann die Verhaeltnisse geklaert: ein kalter blauer Himmel, klare Sonne,
die Waerme zieht auf - es gibt einen wunderbaren Tag "wie im Sommer auf der Alp".

Samstag, 23. Mai 2015

Ein Hauch Gottes

Pfingst-Samstag-Nachmittag, nach dem Mittagessen. Ich sitze im bluehenden Garten vor meinem Haus, rauche die Pfeiffe; Moni hat einen doppelten Espresso gebracht; in 300 m Entfernung weist ein Kirchturm gen Himmel. Ein feiner Wind macht die Mittagswaerme angenehm. Ich lese den Ausland-Tagi vom 12.05.2015.
Es ist ruhig sogar idyllisch.
Der Artikel von Andreas Herzog interessiert mich: die Welt-Ausstellung in Mailand.
Ihr Thema finde ich brisant: "Den Planeten ernaehren. Energie fuer das Leben".
Es scheint das Hauptgewicht liegt auf der Ernaehrung der natuerlich-biologischen Kraefte. Dem Schweizer-Pavillon gelingt es gar auf die Knappheit der natuerlichen Resourcen hinzuweisen. Damit naehrt er die mental-geistigen Kraefte mit der Frage nach der Resourcen-Knappheit und der Verteilung. Auch die Architektur scheint die mental-geistigen Kraefte anzuregen. Ist die Welt-Ausstellung 2015 wirklich nur ein zur Schau gestelltes Buffet, das den Bauch fuellt aber nicht den Kopf naehrt? Und wo sind die Kleinbauern, die weltweit tatsaechich wichtigsten Bio-Ernaehrer? Hat die moderne Technik sie marginalisiert und ueberrannt? Haben Grosskonzerne ihre gefahrlichen Uebermacht-Tendenzen demonstriert? Laesst die Welt sich anluegen?
Und als Theologe kommt mir die Frage in den Sinn: Wie ist die Ernaehrung der seelischen Kraefte dargestellt? Jene Kraefte, die die Transzendenz erahnen und im Gesamt der kosmischen Kraefte ihre Immanenz erkennen. Hat Andreas Herzog die Traenke und den Tisch fuer die seelischen Kraefte uebersehen, oder sind sie in der Welt-Ausstellung einfach nicht vorhanden? Weil sie als "Energie fuer das Leben" saekularistisch von der grossartigen Schau ausgeblendet werden? Hat es dem Konzern "Religion" im sekularen Zeitalter die Sprache verschlagen?
Ein grosser Springbrunnen, regenbogenfarbig; auf dem Glasboden alle 99 Namen Gottes dynamisch eingeritzt und die Besucher eingeladen, mit der Zunge einen Tautropfen zu erhaschen - ein Hauch Gottes - wie an Pfingsten. Vom Hauch Gottes erfrischt zu werden, davon mag das Ueberleben des Planeten abhaengen.
Ich liebe Italien: Manchmal ueberkommt mich "Heimweh" nach Salerno, Amalfi, Perugia... Turin, Siena, Rom... Mailand... Hat Italien versagt und der Vatikan eine Chance verpasst? Eine Welt-Ausstellung ist ein "Zeichen der Zeit"; wer sie schaut mag die zur Schau gestellte Welt-Mentalitaet erfragen. Eigentlich sollte ich hingehen... mir einen persoenlichen Eindruck verschaffen.

Montag, 11. Mai 2015

Namibia TRIP 2015

Die ganze Welt tourt Namibia. So war auch ich fuer 3 Wochen wieder "Reisefuehrer + Fahrer" fuer eine Family-tour - also aus dem Abstellgeleise geholt und auf Trab ge-
halten. Diesmal haben wir in OANOB begonnen; ein herrlicher Stausee bei Rehoboth
(fast wie im Gebirge). Ueber die C 24 (+1216) haben wir Solitaire erreicht, um dann Sossusvlei (die hoechsten Duenen der Welt) und den (kleinen) Sesriem-Canyon zu geniessen. Die C 14 fuehrt ueber den Gaub- und Kuiseb-Pass nach Walvisbay und
der Jetty in Swakop eignet sich fuer ein "Sonnen-Untergang-supper" (wenn es nicht
bewoelkt waere).Eindruecklich ist der lange Trip von Hentiesbay auf der C 24 ins Landesinnere nach Uis; dann ueber Outjo nach Toshari-Lodge (vor Okaukwejo). Die
Etosha gibt soviel her, dass selten ein Tag genuegt. In Tsumeb erlebten wir das "Arts-Performance-Centre" von Lis mit den vielen Kindern und in Otjiwarongo - am Wohnsitz von Hans - eine einheimische Messe in der Kath. Pfarrei.
Dann erkundeten wir das steinige Damara-Land: Palmwag und Vingerklip (cf. Reise Impressionen  www.vic-hs-leu.blogspot.com).
Die grosszuegige Umfahrung von Windhoek auf der D 2102 (ab Okahandja) ist leider vielen Touristen noch unbekannt. Wer auf dem Weg zum Flughafen auf Windhoek verzichten kann, sollte diese Umfahrung wagen. Auch den alt-bekannten Kavango wollten wir wieder sehen. Aber von Rundu (nun ein Auswuchs der Business-Kultur) nach Divundu ist der Fluss nun durch eine "Wald-Expo" ersetzt - der Fluss ist unsichtbar geworden - es sei denn, man erlaubt es sich, ein altes Dorf oder eine Missions-Station zu besuchen (zB. Andara und Sambyu). Der Mahangu-Game-Park an der Grenze zu Botswana und die Lodge bieten ein urspruengliches Afrika - ganz dem Kavango-Fluss gewidmet.
Namibia ist zu gross-artig, zu viel-faeltig, zu gegen-saetzlich als dass eine Tour mehr bieten kann als einen ersten Eindruck.Aber je mehr Touren man unternimmt, desto komplexer und un-verstaendlicher wird das Land und die Bevoelkerung und die Entwicklung. "Namibia WOHIN ???" fraegt: Findet Namibia im internationalen Ausbeutungs-system seine eigene zukuenftige Identity oder verspielt es seine
Schaetze, Weisheit und Aussichten in einem modernen Wirrwarr ???
Heute, da wir jenen gratulieren, die sich entschieden haben, Mutter zu sein, heisst die Frage auch: Was denn koennen die namibischen Muetter heutzutage ihren Kindern noch auf den Weg ins Leben mitgeben...  ? zu welcher Gabe ermaechtigen
wir (die heutige Gesellschaft) diese viel-versprechenden Muetter ?