Dienstag, 18. August 2015

Rabbi: Ach ben Huach / ein Maerchen / part 4

Da alle drei dieser Goettlichen Sitzung zur Uebereinstimmung kamen, meinte der Supervisor-Gott: noch eine kleine Weile: ueberlegt Euch wie Ihr, Geist und Sohn, am neuen Glueck der Entwicklung der Welt und der Menschen tei-l nehmen wollt und zwar ohne den Menschen dreinzureden und ohne ihnen die Freiheit zu nehmen.
An der folgenden strategischen Sitzung sagte Gott der Vater: Ich garantiere den Menschen wie bisher die Fuelle des Lebens, wie auch immer sie diese Fuelle herbeifuehren. Und der Heilige Geist versprach: Ich stelle mich unsicht-
bar vor die Menschen als Herausforderer: ich fluestere ihnen ein: kommt in die Zukunft und baut einen neuen Himmel und eine neue Erde; schoener denn je, wie immer ihr es miteinander und fuereinander ausmacht. Und ich lege ihnen ans Herz: Es liegt nun an Euch. Und der menschenfreundliche Sohn ueber-
raschte die heilige Versammlung mit dem Entscheid: und ich werde sie fragen: darf ich unter Euch meine Zelte aufschlagen, mit Euch leben, mit Euch am Leben teilnehmen und das meine beitragen; ja, ich uebergebe mich gleichsam ihren Haenden und zeige so sanft wie moeglich, wie es denn moeglich ist, in allem was kommen wird stets das Neue zu schaffen. Ich koennte zur Weg-
zehrung werden, zum Animator um den Herausforderungen unseres attraktiven Heiligen Geistes zu entsprechen. Die dreifaltige Versammlung freute sich den gelungenen Plan "Entwicklung" zu ermoeglichen, indem die Welt einfach umgekehrt laeuft: nicht mehr von der Fuelle her sondern auf die Fuelle hin. Seither gilt: Der Mensch ist nicht mehr auf dem Weg aus dem Paradies sondern auf dem Weg ins Paradies. Gott beschloss, heute noch die Menschen einzuladen den fortschrittlichen Plan zu genehmigen. Adam sagte ein risikofreudiges JA zum goettlichen Plan und Eva beschenkte ihn mit einem zustimmenden Apfel. Und der Mensch ging ans Werk - mit der Frage: wie soll
es werden.

Als der Rabbi Samuel ben Kabod endete war es ganz still im Saal; keiner wagte ein Frage. Rabbi ben Chanan stimmte den Psalm 104 an.

Als dann Rabbi ben Huach um Mitternacht nach Hause eilte war ihm eher wohl zumute. Er hatte eine neue Antwort auf all die Aufklaerung heischenden
Fragen entdeckt. Morgen inder Pentateuch-Schule wird er jede Frage beantworten mit: " Es liegt an Euch".

Mittwoch, 12. August 2015

Rabbi: Ach ben Huach / ein Maerchen / part 3

Nachdem der hagere Rabbi Samuel ben Kabod den Vorschlag machte, einen
alten, aufklaererischen Text zu hoeren, stimmte die Versammlung zu:

Als Himmel und Erde entstanden, da hatte Gott alles gemacht: ein wunderbares Paradies,
alles fuer den Menschen, den ER nun ins Leben rief und zwar als Mann und Frau, denen ER dann das Paradies uebergab. Der Mensch wurde zum bewahrenden Verwalter. Es muss ein unerhoert wunderbares Paradies gewesen sein: Kristallklares Wasser, saftiges Gruen, wunderliches Getier, funkelndes Sternenmeer, Friede bei den Menschen. Und Gott sah - es war excellent - das ganze Universum ein unvorstellbares Paradies.
Da kam eines Tages der Heilige Geist zu Gott dem Lebenspender und Paradies-Erbauer
und sagte: Die Welt ist eigentlich perfekt, geradezu vollstaendig, Zeugnis absoluter Herr-
lichkeit. Die Menschen freuen sich unendlich; die Weisheit ist ihr Gesetz, Gerechtigkeit und
Frieden bestimmen das allgemeine Wohl.
Es stellt sich mir nur noch die eine Frage: Wie koennte man ein noch Fehlendes dieser Vollkommenheit beifuegen, so dass wir eine vollkommene Vollkommenheit haetten. Wie waere es, wenn wir die noch fehlende Entwicklung zuliessen? Im Moment wird Entwicklung
wohlwollend verhindert mit dem Argument: Schoener kann's nicht werden; es ist ja schon so wunderbar - das Paradies. Alle lieben einander und gemeinsam preisen sie Gott, den Heiligen.
Gott der Allweise sah ein: Ja, im schoensten aller Paradiese fehlt noch die Entwicklung. Es
war alles so friedlich, stetig. Ueberall Harmonie. Stets kam der Morgen und rief zum Aufbruch in den Tag, zum ausgleichenden Spiel der Kraefte. Und es wurde stets Abend, die Dunkelheit verschlang alles in der Nacht - alles vorbei! ein weiterer Tag: Nichts Neues unter der Sonne: ewiger Friede. Und dann ein neuer Tag, so vollkommen wie der gestrige.
Gott der guetige Supervisor ueberlegte ein ganzes Jahr lang die risikoreiche Entscheidung.
Dann rief er seinen geliebten Sohn und den Heiligen Geist zu einer Sitzung um Entwicklung im Paradies einzufuehren. Der Heilige Geist schlug vor: Im Vertrauen auf die wunderbaren Menschen, mit den so leuchtenden Augen, mit den so hoerenden Ohren, den so strahlenden Koerpern, den so flinken Haenden, den so gescheiten Gedanken und den so intensiven Gefuehlen - lasst uns diesen Menschen, seinen Geist und sein Gefuehl| heraus-
fordern indem wir Umkehr halten; lasst uns eine umgekehrte Welt einfuehren: anstatt von der Fuelle her sollen die Menschen nun auf die Fuelle hin leben. Wir erlauben ihnen ganz neu "Entwicklung" in ihre Haende zu nehmen. Das Paradies, das ganze Universum uebergeben wir ihnen mehr und mehr zur "Entwicklung". Der aufmerksame Sohn freute sich auf den Plan des Heiligen Geistes so sehr, dass er sich wuenschte, selbst ein Mensch zu werden; denn so meinte er: Ich bin gespannt wie die alle die schoenste aller Welten miteinander und fuereinander weiter entwickeln.          Ftstzg folgt...




Mittwoch, 5. August 2015

Rabbi: Ach ben Huach / ein Maerchen / part 2

(Nach der Erfahrung die Aufarbeitung).

Als es Abend wurde schlaengelte sich Rabbi Ach ben Huach durch die Gassen der Stadt Jerusalem zum gemeinsamen kargen Nachtmahl der Professoren von der David-Akademie. Der Koenig bestand darauf, dass die besten Gelehrten der heiligen Wissenschaften sich montagsabend traffen: zum Wissensaustausch, zur Geselligkeit, zum Heiligen Gebet. Manchmal nahm Koenig David persoenlich am Treffen teil. Nach dem letzten Mahl- becher fand Rabbi Ach ben Huach endlich den Mut, stotternd zu erzaehlen was ihn heute wieder so erschreckte: das Aufkommen, ja das Aufbrechen von Fragen. Es scheint: nicht die Antworten zaehlen mehr; die Fragen beherr- schen den Geist der Jungen. Wo fuehrt das hin? Seine Kollegen waren sprachlos. Ein wenig konnten sie mitfuehlen. Hatten sie nicht kuerzlich aus- gerechnet, dass der Creator-Gott die Welt vor 5044 Jahren erschuf - und zwar als Paradies. Dass ER es ist, der Wasser und Sturm, Stein und Feuer, Gruen und Leben machte - und sogar den Menschen schuf ER. Aber es stimmt: ER schuf damit auch die Katastrophe zwischen Kain und Abel. ER befreite zwar sein Volk aus Aegypten, lies aber auch das Goldene Kalb zu. ER gab die 10 Gebote, aber sein versagender Mensch konnte sie nicht halten. Und nun hoerte man sogar einige Gelehrt fluestern: Flickwerk, verpfuschte Schoepf-
ung. Oder meinte nicht neulich ein junger Gelehrter: Hat nicht eher der Creator versagt? Und der Philosoph aeusserte den Verdacht: vielleicht ist alles ganz anders. Und war da nicht irgendwo die Frage aufgetaucht, ob denn das Verhalten des Psalmen-singenden Koenigs, des von Gott so sehr Gesalbten, noch das Zehn-Gesetz-Buch respektiere. Sie spuerten die unterschwelllige
Frageflut - und Abi ben Quran meinte: sie wird ueber uns hereinbrechen, diese Frageflut, uns sogar ueberschwemmen; unsere beruehmten troestenden Antworten werden verstauben, Gott als Creator wird vergessen werden, denn irgendetwas stimmt da gar und gar nicht. 

Rabbi Samuel ben Kabod, ein sehr alter hagerer schon pensionierter Schrift-
gelehrter, meldete sich mit seiner bruechigen Stimme: Hoert, Soehne des
Allerhoechsten, mit seiner Weisheit Begabte. Vor einem Monat stoeberte ich wieder in unserer Bibliothek nach alten Texten. Eine der Rollen schien mir wie vergessen und laengst nicht mehr gelesen. So nahm ich mir Zeit - und ich staunte nicht schlecht: es gab Neuigkeiten fuer mich. Aber ich dachte: sie passen nicht in unser Zeit, sie sind zu sehr im Geiste de Aufklaerung geschrieben; so behielt ich das so alte fuer mich neue Wissen fuer mich.
Wollt ihr es hoeren?   Ftstzg flgt...

Freitag, 31. Juli 2015

Rabbi: Ach ben Huach / ein Maerchen

Auch Ferien sind manchmal wie Maerchen; sie zeigen mehr als was wir wissen; sie ahnen....

Rabbi Ach ben Huach ist ein sehr gelehrter Lehrer der Heiligen Schriften, der nicht wusste,
warum das erste Paradies ueberholt wurde und warum die Welt ist, wie sie ist.  Oder:
Die Geschichte von der Fortsetzung des Paradieses unter neuem Vorzeichen.

Rabbi Ach ben Huach war auf seinem  Weg zur Schule mit dem vielver- sprechen Namen "Pentateuch" (die ehrwuerdige Lehre der ersten Heiligen
Schriften der Bibel). Wieder fuehlte er heute morgen Unruhe; es war wie
Foehn in der Luft; es schien etwas Neues, Besonderes ihn aufzuregen...
Als er dann vor seinen Schuelern stand, unsicher, fast gereizt... und als er
dann die Heiligen Schriften aufschlug, da geschah es wieder... seine bis
anhin so frommen Schueler begannen Fragen zu stellen! Ihre Wissbegierde
schwappte ueber; das Lebens stell neuerdings schwerwiegende Fragen:

Ein guter Gott und soviele Menschen in verzweifelter Lage: Armut und Hass.
Ein perfekter Kreator und eine so schreckliche Welt: Krankheit, Tod, Tsunami
und Aids. Ein heiliger Gott und soviele Suenden: Bosheit und Zerrissenheit.
Ein friedliebender Gott und soviel Zwietracht und Krieg. Heute wieder hatten
die Schueler den Mut, die sie so draengenden Fragen auch zu stellen.

Rabbi Ach ben Huach sinnierte: Die Nachrichtenmedien zeigen die schrei-
enden Situationen und die Heiligen Schriften beruhigen nur: Psalmengebet
und Heilige Lesungen praesentieren Gott als Loesung. Aber: Wo war Gott als ein Weltkrieg nach dem andern die Menschen grausam dezimierte; wo war Er als Auschwitz ihm den Holocaust darbrachte; als der Tsunami uebersschwap-
te; als die Tutsi erschossen, als Darfur vergewaltigt wurde...

Der kleine Yori ben Qu fragte direkt: Muss man nicht annehmen, Gott habe zumindest die Welt verlassen? Und in den hinteren Reihen summte Sing ben Abuhim in einer melancholischen Melody: Gott ist die Antwort nicht.

Rabbi Ach ben Huach wurde schwindlig. Es stimmte: er selber hatte die Antwort auch nicht mehr. Wohl kannte er Trost, konnte beschwichtigen -
aber er spuerte: Er ist vorbei! Die Fragen brannten wie ein Wuestenbrand, Loeschwasser ausgetrocknet... und sein Denken gewiss verkehrt: Er hatte
gelernt von Gott her zu denken; dass Gott die Antwort war auf all seine Fragen. Und nun kam eine Schuelergeneration, die dachte vom Menschen
her, von seinen Erfahrungen. Gott sein Allerheiligstes hat scheinbar versagt.
Fast fluchtartig, mindestens mit unbedacht schnellen Schritten verlies  er die
Schule. Ftstzg folgt....

Dienstag, 28. Juli 2015

BLOG Deklaration 270715 / um der Klarheit willen

A) Es gefaellt mir im moment drei Blogs zu komponieren, die jeder circa woechentlich erscheint und sich stets mit einem A4 Text begnuegen muss.1. Das Tagebuch von Hans Leu  www.leu-apcnamibia.blogspot.com / deutsch. Darin werden mehr Ereignisse als Gedanken publiziert; bes. das Geschehen im APC und einige Events im Lebenslauf. Dieser Blog wird momentan monatlich etwa 600 x abgerufen und verweist manchmal auch auf die andern Blogs.2. "Stimme in der Wueste"   www.vic-hs-leu.blogspot.com / deutsch.
Hier gebe ich meistens eigene
theologische Gedankengaenge wieder, die sich of aktuellen Themas anschliessen. Vor 2015 war dieser Blog stets ein Kommentar zum Sonntags-Evvangelium; im moment eher ein Themen-Salat. 3. "Stimme in der Wueste"   www.kameel-doring-boom.blogspot.com / English. Dieser Blog ist stets ein Kommentar zum Sonntags-Evangelium unter Beruecksichtigung namibischer Verhaeltnisse.

B) Es muss wieder einmal klar gestellt werden, dass jeder Blog meine persoenliche Ansicht wiedergibt, manchmal anregend bis aufregend; aber stets gedacht als Anstoss zu weiterem Nach-denken. Leser/innen sind eingeladen zu reagieren, zu kommentieren und zum besser Wissen. Verbesserungs-Vorschlaege sind erwuenscht. 

C) Ich empfinde es stets als interessant zu beobachten, wieweit ich in meinen Gedankengaengen verantwortungsvoll zu gehen wage. Meistens mache ich einen Entwurf, lasse ihn ueber Nacht schmoren, dann kommt eine erste Korrektur und schliesslich der gueltige Text. Wendungen und Worte werden oft abgewogen, ausgewechselt und dann riskiert. Die meisten Texte, bes. in "vic-hs-leu" verlangen ein sorgfaeltiges nachdenkliches Mitgehen - eine sanfte Provokation ist stets gewuenscht.

D) Auf Facebook und Twitter etc...  fuehl' ich mich noch nicht heimisch; dort
bin ich etwa als
neugieriger Besucher im Aus-Probier-Stadium.
Fuer den offiziellen APC-Blog:  
www.n-apc-as.org   trag ich Verantwortung.
Das Tagebuch von Lis ist bestens empfohlen:  
www.apcnamibia-lis.ch

E) Meine Blogs gelten als oeffentlich / gerade nicht geheim. Darum mein Aufruf an alle Blog-Besucher/innen meine Blogs zu empfehlen... nicht nur
den Bischoefen, sondern allen aktiv in der Kirche, allen APC-Fans und weit darueber hinaus...        Viel Vergnuegen + herzlichen Dank.









Dienstag, 21. Juli 2015

Gbtg - Physik - Politik

Wir hatten ein Doppelfest zu feiern: Moni war nun 8 Jahre Mutter und Ailly
8 Jahre Tochter. Moni erhielt einen neuen Rock und eine neue Frisur. Ailly's
8. Gbtg am 17.07.2015 feierten wir am Sonntag mit einer Party in unserer Lapa: Spiele, ein Braai und eine Torte standen auf dem Programm. Mir gab
es die Gelegenheit Freunde und Freundinnen von Ailly kennenzulernen -
und ich erlebte das Resultat namibischer Disziplin-Erziehung.

Inzwischen hab' ich mich schoen in die Physik verirrt. Das Werk von R. Vaas
handelt vom Urknall, von den Higgs, von der Antimaterie und der raetselhaften
Schattenwelt. Beim Zuklappen des Buches gestand ich mir, sich einer Ahnung
von diesen Dingen zu versichern - tut mir gut. Das Higgs-Boson, das den Atomen die Masse zuteilt, ist ja wie Dynamit am Christlichen Schoepfungs-
glauben. Wenn die Glaeubigen das Higgs-Boson besser verstehen wuerden,
koennte die Christliche Kirche es wagen, ihre Schoepfungstheology vom naturwissenschaftlichen Verstaendnis der Weltentstehung zu unterscheiden.
Gott ist ja keineswegs der Manager im profanen Welt-Bau-Sand-Kasten.
Nun hab' ich das Buch von E. Drewermann "Im Anfang..." zu lesen begonnen
(Walter-Verlag 2002 / 1200 Seiten fuer die moderne Kosmology und die Frage nach Gott). Auch hier reicht mir die Reduktion auf das Grenz-Verstaendnis von Naturwissenschaft und Theology.

Seit einigen Wochen waechst bei uns in Namibia die politische Temperatur.
Eine junge Maennergruppe hat dazu aufgerufen, bei der Regierung ein Gesuch fuer ein Stueck Land einzugeben. Und wenn es bis 31.July 2015 kein Land gibt, dann soll man es sich nehmen. Dass die Regierung es 25 Jahre versaeumt hat, Stadt-Boden gerecht zu verteilen ist offensichtlich; aber auch, 
dass Land-Besetzung widerrechtlich ist. Es gibt wirklich viel zuwenig Haeuser und die Renten sind unverschaemt hoch; fuer zuviele ist das Wellblech-Haus die einzige Loesung. Gibt's eine rechtliche Loesung? Die Initianten sind von der Partei (SWAPO) ausgeschlossen worden, die Polizei uebt; die Juristen suchen Rechts-wege auf beiden Seiten. Beispiel: Da hat einer vor 10 Jahren Stadt-Land gekauft: pro m2 N$ 50.- / nun verkauft er es: pro m2 N$ 1500.- Das staatliche Hausbau-programm (gestartet 2013: zehn Tausend Haeus- chen) musste wegen zuviel Korruption gestoppt werden und die neuen Besitzer klagen: zu klein !!! schlecht gebaut !!! und zu teuer !!!

Ob eine friedliche Loesung fuer das berechtigte Anliegen noch gefunden wird?









Samstag, 11. Juli 2015

Die Welt verstehen...

Lis hat neuestens in ihrem vielseitigen Tagebuch (www.apcnamibia-lis) das heutige Personal im APC-Tsumeb vorgestellt. Dieses "teaching team" ist eindrucksvoll - aber schwer verstaendlich. Wirklich talented - aber die Kraft in den schwierigen Bedingungen ihr Talent zu nutzen fehlt. Weil Lis fuer 2 Tage mit 6 Spielern nach Windhoek fuhr (450 km) um dort an der grossen SSC-Konferenz Marimba-Plus vorzufuehren, bekam ich Gelegenheit fuer 4 Tage Lis im APC-Tsumeb zu "ersetzen". Es ging vor allem auch darum die beiden Volunteers aus Wien gebuehrend willkommen zu heissen: Frau Judith Waldschuetz und Hr. Hubert Poell. Zusammen mit Hr. Okar Schultheiss aus Berlin verwandeln diese 3 Volunteers das APC vom 13. - 31.07.2015 in ein "Weiterbildungs-Labor". Wir freuen uns auf diesen "Qualitaets-Schub". 3 Tage APC ist fuer mich wie eine Rueckversetzung in die namibische Wirklichkeit, ohne diese zu verstehen.

Der neue Staatspraesidnt Hage Geingob ist nun 100 Tage im Amt...  er hat die Regierung nochmals erweitert...  (mit recht teuren Ratschaeger / "es wimmelt davon in der Regierung")
Seine Versprechungen sind viel verheissend: Loesung der Land- und Hauskrise, Abschaffung der Armut, Reduzierung der Arbeitslosigkeit...  Gwen Lister (the Namibia)  erspuert im "Namibia-Betrieb" eine zunehmende Haltung von "I want it all - but now".
(selfish culture) Die "grossen Fische" machen es vor...
Die "First Lady", die der Praesident kuerzlich heiratete, hat es verstanden sich ein recht gutes Image aufzubauen. Im grossen und ganzen aber dominiert noch immer die alte
Swapo-Clique; Ich denke sie hindert eine gute Modernisierung Namibias.

Im Lesen schwimme ich momentan in der Elementar-Teilchen-Physik herum: R. Vaas:
"Vom Gottesteilchen zur Weltformel (Kosmos-Verlag 2013) - also vom Higgs-Boson zur 
M/Spring-Theory. Es ist wie beim Autofahren: ich fahre gut, verstehe aber nichts vom Auto-
fahren. Die Quantenwelt zu skizzieren, empfinde ich als spannend - vom eigentlichen Verstehen weit entfernt. Es erinnert mich an die Theology. Wir skizzieren den Willen Gottes oft sehr praezise - von Gott selbst haben wir grossartige Skizzen aber im Grunde genommen kaum eine Ahnung.

Dass wir in Namibia von ganz Afrika die besten Strassen haben, wird neuestens wieder bestaetigt. Dass wir seit 2 Monaten  (in Otjiwarongo) nur noch schoen-blaues Wetter haben
wie zum beneiden - gibt mir ein Feriengefuehl. Aber ob die neue Enzyklika von Papst Francis "Laudato si..." in Namiba angekommen ist, weiss ich gar nicht. 

Windows 7 hat sich an mich angewoehnt und reagiert nun beinahe vernuenftig. Ich kann wieder mit dem Computer arbeiten und notiere, wo er nicht gehorsam ist; mein Techniker
wird dem Computer bestes Benehmen beibringen.